Daydances statt Club: Warum Tagesevents jetzt boomen
Schweizer Event Ticketing Anbieter

Die Schweiz verliert Clubs.
Und gleichzeitig sind Tagesevents so gefragt wie selten zuvor.
Das ist kein Widerspruch, sondern eine Verschiebung. Das Publikum ist nicht verschwunden. Es feiert nur zu einer anderen Tageszeit.
Die kurze Antwort
Zwischen 2013 und 2023 ist die Zahl der Clubs in der Schweiz von 466 auf 249 gesunken, also fast eine Halbierung. Tagesformate wie Daydances, Brunch-Partys und Nachmittags-Open-Airs wachsen dagegen. Der Grund liegt im Verhalten: Jüngere trinken weniger, planen ihre Wochenenden bewusster und wollen am Sonntag nicht um fünf Uhr morgens heimkommen. Für Veranstalter heisst das, der Umsatz verschiebt sich von der Bar in der Nacht zum Ticket am Tag.
Was die Zahlen zum Clubsterben wirklich sagen
Die Entwicklung ist gut dokumentiert.
In Zürich sind die Clubumsätze pro Kopf innerhalb von fünf Jahren um rund 40 Prozent gesunken. Der Terminus in Olten hat nach 31 Jahren geschlossen, zuletzt kam noch ein Drittel der früheren Gäste. Der ROK Klub in Luzern hat Ende Mai 2026 nach 18 Jahren dichtgemacht.
Alexander Bücheli von der Schweizer Bar und Club Kommission fasst es so zusammen: "Die besten Zeiten für Clubs sind längst vorbei."
Wichtig ist, was diese Zahlen nicht sagen. Sie sagen nicht, dass niemand mehr feiern will. Sie sagen, dass das klassische Nachtclub-Format weniger Menschen erreicht als früher.
Die Nachfrage ist da. Sie hat nur die Uhrzeit gewechselt.
Warum Tagesevents gegen den Trend wachsen
Vier Verschiebungen treiben den Trend:
Weniger Alkohol. Jüngere Gäste trinken deutlich weniger. Ein Format, das seinen Umsatz an der Bar macht, verliert damit die Kalkulationsgrundlage. Ein Format, das seinen Umsatz am Ticket macht, nicht.
Planbarkeit. Ein Daydance von 14 bis 22 Uhr passt in ein Wochenende mit Training, Brunch und Montagmorgen. Eine Clubnacht bis fünf Uhr nicht mehr.
Der Ort wird zum Programm. Tagesevents finden an Orten statt, die nachts gar nicht funktionieren: auf einem Schiff, an einem See, in einem Steinbruch. Genau das teilen die Gäste dann auch.
Tiefere Hemmschwelle. Bei Tageslicht kommen Leute, die nachts nicht mehr in den Club gehen würden, aber gerne am Nachmittag tanzen.
Wir sehen das bei den Events, die wir betreuen. Formate wie Offshore Events verkaufen nicht in erster Linie ein Line-up. Sie verkaufen einen Nachmittag an einem Ort, an den du sonst nicht kommst.
Der Vorverkauf läuft anders als in der Nacht
Ein Club lebt vom spontanen Abendentscheid. Ein Tagesevent nicht.
Wer um 14 Uhr an einem See feiern will, klärt vorher Anreise und Gruppe. Das spielt dem Vorverkauf in die Hände, aber nicht automatisch. Der Trend zum späten Kauf gilt auch hier, wir haben ihn in Warum Gäste Tickets immer später kaufen beschrieben.
Was du daraus machst:
Preisphasen mit einem echten Grund zum frühen Kauf, nicht nur einem Rabatt-Namen
Gruppentickets, weil Tagesevents fast nie allein besucht werden
Ein Checkout, der auf dem Handy in unter einer Minute durch ist
Wallet-Tickets, damit am Einlass niemand im Postfach sucht
Tagesevents leben von Wiederkäufern
Der grösste Unterschied zum Club ist nicht die Uhrzeit. Es ist die Wiederholung.
Ein Daydance-Publikum ist eine Community, die im Frühling einsteigt und bis in den Herbst mitläuft. Diese Leute kommen zur nächsten Ausgabe, wenn du sie erreichst. Und erreichen kannst du sie nur, wenn dir die Käuferdaten gehören.
Bei einem Marktplatz gehören sie dem Marktplatz. Bei deinem eigenen Ticketshop gehören sie dir. Dann schreibst du deine Käufer der letzten Ausgabe zwei Wochen vor Verkaufsstart an und verkaufst die erste Preisphase an Leute, die schon da waren.
Wie daraus eine echte Community wird, steht in So baust du eine starke Community auf.
Was du im Ticketing für ein Tagesevent brauchst
Ein Tagesevent stellt andere Anforderungen als eine Clubnacht:
Kompakter Einlass. Bei einem Daydance kommt ein grosser Teil der Gäste im selben Zeitfenster. Das Scannen muss schnell sein und auch ohne stabiles Netz funktionieren.
Deine Marke, nicht die des Anbieters. Tagesformate leben von einer eigenen Welt. Ein fremder Ticketshop im Checkout bricht sie.
Sauberes Tracking. Tagesevents werden stark über Social und Creator vermarktet. Ohne Tracking weisst du nicht, welcher Kanal die Tickets bringt.
Planbare Auszahlungen. Wenn der Bar-Umsatz kleiner wird, ist der Ticketumsatz dein Cashflow. Bei Beyond Tickets zahlen wir wöchentlich aus.
Beyond Tickets ist Whitelabel-Ticketing aus der Schweiz. Der Ticketshop läuft unter deiner Marke und auf deiner Domain, die Käuferdaten bleiben bei dir.
Was Tagesevents nicht lösen
Ehrlich bleiben lohnt sich.
Ein Daydance ersetzt keinen Club. Clubs sind Orte für Nischen, für Nachwuchs und für lange Nächte, die ein Nachmittagsformat nicht abbildet. Dazu sind Tagesevents wetterabhängig, ein echtes Risiko in der Kalkulation.
Plane Tagesformate darum als Ergänzung, nicht als Ersatz. Ein Club mit einer starken Tagesreihe steht auf zwei Beinen statt auf einem.
Häufige Fragen zu Daydances und Tagesevents
Was ist ein Daydance?
Ein Daydance ist eine Tanzveranstaltung, die am Tag stattfindet, meistens am Nachmittag und frühen Abend. Typisch sind Startzeiten zwischen Mittag und 16 Uhr und ein Ende zwischen 20 und 23 Uhr. Musikalisch dominiert elektronische Musik. Das Prinzip funktioniert aber auch als Brunch-Party, Afterwork oder Open-Air-Nachmittag.
Warum schliessen in der Schweiz so viele Clubs?
Zwischen 2013 und 2023 ist die Zahl der Clubs von 466 auf 249 gesunken. Die Gründe sind gestiegene Kosten, deutlich tiefere Getränkeumsätze und ein verändertes Ausgehverhalten. Jüngere trinken weniger, treffen sich häufiger privat und verbringen ihre Wochenenden eher mit Sport oder Brunch als in der Nacht.
Wann läuft die Daydance-Saison in der Schweiz?
Die Hauptsaison liegt im Frühling und Sommer, ungefähr von März bis September, weil die meisten Formate draussen oder halb draussen stattfinden. Der Vorverkauf startet oft schon im Winter. Indoor-Tagesformate und Brunch-Partys laufen auch im Herbst und Winter weiter.
Braucht ein Tagesevent ein anderes Ticketing als ein Club?
Die Anforderungen unterscheiden sich. Beim Tagesevent kommt ein grosser Teil der Gäste in einem engen Zeitfenster, der Einlass muss also schnell und offline-fähig sein. Dazu leben Tagesreihen von Wiederkäufern. Du brauchst deshalb Zugriff auf deine Käuferdaten, um den nächsten Verkaufsstart an dein bestehendes Publikum zu bringen.
Fazit
Das Clubsterben in der Schweiz ist real, und die Zahlen sind deutlich. Aber die Lust auf gemeinsames Feiern ist nicht verschwunden. Sie hat sich verschoben.
Wer diese Verschiebung mitgeht, verkauft weniger Getränke und mehr Tickets. Genau darum wird das Ticketing vom Nebenschauplatz zum wichtigsten Umsatzkanal.
Wenn der Ticketumsatz dein Hauptumsatz ist, darf der Ticketshop nicht jemand anderem gehören.
Bereit für deine nächste Tagesreihe? Richte deinen eigenen Ticketshop in wenigen Minuten ein.
Stay Updated